Pressemitteilung: Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil
„In den letzten Tagen ist öffentlich wiederholt der Eindruck entstanden, die deutschen Gasspeicher seien nicht gut genug gefüllt und die Versorgungssicherheit stehe deshalb infrage. Diese Zuspitzung ist so nicht zutreffend. Die Bundesnetzagentur hat ausdrücklich bestätigt: Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil, es gibt kein Gasmengenproblem. Das ist der entscheidende Unterschied zur Lage 2022“, so Fabian Gramling, Mitglied im Wirtschafts- und Energieausschuss und stellv. Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur.
„Auch die Fakten zu den Speicherständen sprechen eine klare Sprache. Zum 31. Januar 2026 lag der Speicherfüllstand in Deutschland bei 81,5 TWh bzw. 32,44 %. Die nationale Vorgabe wird damit erfüllt: Die Gasspeicherfüllstandsverordnung sieht zum 1.Februar für bestimmte süddeutsche Speicher 40 %, für die übrigen Speicher 30 % vor. Zugleich sind die Gaspreise nicht umsonst aktuell sehr niedrig.
Gramling weist außerdem darauf hin, dass zusätzlich weiteres Gas beschafft werden kann, unter anderem aus Norwegen, Frankreich, Belgien oder den Niederlanden. Denn über das europäische Gasinfrastrukturnetz sind z. B. die niederländischen, französischen und belgischen Terminals mit Deutschland verbunden.
„Vorsorge bleibt richtig. Gerade mit Blick auf mögliche geopolitische Risiken müssen wir Versorgungssicherheit dauerhaft „auf Nummer sicher“ stellen – aber faktenbasiert und kosteneffizient“, so Gramling. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, die bisherigen Vorgaben zu überprüfen und Instrumente zu entwickeln, die eine versorgungssichere und zugleich kostengünstigere Befüllung ermöglichen. „Dazu gehören auch Überlegungen wie eine strategische Gasreserve nach dem Vorbild der Ölreserve sowie eine konsequente Diversifizierung der Importquellen“, unterstreicht Gramling.

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