Praktikumsbericht Jasmin Lutz

Hinter mir liegen fünf spannende Wochen, in denen ich Fabian Gramling bei seiner parlamentarischen Arbeit begleiten und sein Abgeordnetenbüro in Berlin kennenlernen und unterstützen konnte. Von Beginn an wurde ich von Fabians Team im Berliner Abgeordnetenbüro herzlich aufgenommen. Meine ersten Praktikumstage fielen in eine Wahlkreiswoche, sodass ich mich vor der ersten Sitzungswoche gut eingewöhnen konnte. Alle haben sich die Zeit genommen, mir meine Aufgaben gut zu erklären und meine Fragen wurden immer geduldig beantwortet. Außerdem hat mich Julia, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Büro, gleich am ersten Tag durch die wichtigsten Gebäude des Bundestags geführt, sodass ich mich in den nächsten Wochen zumindest nicht ganz so schlimm in den unterirdischen Verbindungsgängen verlaufen habe. Als Praktikantin habe ich auch einen Hausausweis erhalten, mit dem ich Zugang zu allen Liegenschaften des Bundestags hatte. Ganz spontan zum Sonnenuntergang auf die Kuppel des Reichstags gehen zu können, ist schon ein besonders Privileg, das ich sehr zu schätzen weiß.

Während meiner Zeit im Büro Gramling durfte ich unterschiedliche Aufgaben übernehmen und konnte so die Arbeitsweisen eines Bundestagsbüros gut kennenlernen. Zu meinen Aufgaben gehörte unter anderem die Recherche zu Themen wie Wasserkraft oder Energie aus Biomasse, die für die Ausschussarbeit relevant waren. Außerdem durfte ich einzelne Beiträge für Social Media oder den in Sitzungswochen erscheinenden Newsletter von Fabian verfassen.

Eine meiner Hauptaufgaben bestand auch darin, die zahlreichen Bürgeranfragen, die Fabian täglich erhält zu sortieren, vorzubereiten und einen ersten Antwortentwurf zu verfassen. Die große Anzahl an Bürgeranfragen sowie die thematische Vielfalt von regionalen Problemen im Wahlkreis über die Impfpflicht bis zum Auslandsmandat der Bundeswehr in Mali haben mich anfangs überrascht. Umso beeindruckender finde ich es, dass alle persönlichen Anfragen detailliert beantwortet werden. Zu allen Fragen von Bürgern aus dem Wahlkreis wird ausführlich recherchiert und wenn notwendig auch in den thematisch zuständigen Arbeitsgruppen oder Ministerien nachgefragt. Alles in allem konnte ich sehr vielfältige Aufgaben bearbeiten und hatte dabei immer das Gefühl, dass mir vom gesamten Team Wertschätzung entgegengebracht wurde.

In den zwei Sitzungswochen wie auch in der Haushaltswoche habe ich viele Einblicke in die parlamentarische Arbeit bekommen. Am Dienstag und Mittwoch in den Sitzungswochen konnte ich bei den Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzungen von Fabian zuhören, in denen die fachliche Arbeit stattfindet. Der Ausschuss für Klimaschutz und Energie, in dem Fabian Mitglied ist, war wegen des Ukrainekriegs im Hinblick auf die Abhängigkeit von russischem Gas besonders aktuell und interessant. Es war spannend zu sehen, wie bei wichtigen Gesetzesentwürfen auch zwischen der Regierung und der Union in der Opposition konstruktiv zusammengearbeitet wird. So wurde z.B. auch das Gasspeichergesetz, zu dem Fabian seine erste Rede gehalten hatte, im Bundestag von der Union unterstützt. Neben der Rede von Fabian konnte ich auch weitere Debatten, wie bspw. die letzte Lesung zur Impfpflicht, von der Besuchertribüne im Plenum verfolgen. Ein besonderes Highlight war für mich auch die Teilnahme an der Generaldebatte zum Haushalt des Bundeskanzleramts, in der unter anderem Olaf Scholz und Friedrich Merz redeten. Zudem konnte ich Fabian zu Abendveranstaltungen z.B. mit Diplomaten der israelischen Botschaft oder zu einem Vortrag mit einem renommierten Klimawissenschaftler begleiten. Ich bin Fabian sehr dankbar, dass ich bei so vielen Terminen dabei sein konnte und habe großen Respekt vor den abwechslungsreichen aber auch sehr langen Arbeitstagen der Bundestagsabgeordneten.

Insgesamt war mein Praktikum die perfekte Mischung zwischen unterstützender Arbeit im Abgeordnetenbüro und Einblicken hinter den Kulissen des Bundestages. Ich danke Fabian, Jonas, Yana, Julia und Dominic für die vielen Gespräche und die Zeit, die ihr euch für mich genommen habt. Ich werde die fünf Wochen immer als sehr spannendes und abwechslungsreiches Praktikum in Erinnerung behalten.

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