Praktikumsbericht Johanna Macová

Im Rahmen des Internationalen Parlaments-Stipendium (IPS) durfte ich von April bis Juni ein Praktikum im Büro von Fabian Gramling absolvieren. Nun sind die drei Monate schneller vergangen als erwartet und ich schaue mit Dankbarkeit auf die Zeit meines Praktikums um. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt, und dank der Offenheit des Teams, durfte ich auch bei ganz vielen Sachen mitmachen, was mich besonders gefreut hat.

Meine erste Praktikumswoche fiel auf eine Wahlkreiswoche, also hatte ich mehr Zeit zum Einarbeiten und Eingewöhnen. Ich komme aus der Slowakei und ein Praktikum auf parlamentarischer Ebene in einem anderen Land zu machen ist einerseits eine große Ehre, andererseits bringt es auch einige Herausforderungen mit sich oder fordert mindestens etwas mehr Zeit zum Kennenlernen der Umgebung. Schon am ersten Tag führte mich Yana, die wissenschaftliche Mitarbeiterin, durch einzelne Gebäude des Bundestages. So habe ich die wichtigsten Orte schon am ersten Tag kennengelernt, was mir während des ganzen Praktikums bei der Orientierung in den zahlreichen Liegenschaften sehr geholfen hat. Meine ersten Wochen in Fabians Team waren allerdings auch die ersten, nachdem das Büro ins Paul-Löbe-Haus umgezogen ist. Ich durfte also auch eine spannende Zeit miterleben, in der das Abgeordnetenbüro Schritt für Schritt eingerichtet wurde und viele Kleinigkeiten des Arbeitsalltages angepasst wurden.

Was meine Arbeit betrifft, hat mich das Vertrauen erfreut, das mir das Büro gezeigt hat, indem ich unterschiedlichste Aufgaben erledigen durfte. Das Aufgabenspektrum war sehr breit und die Arbeit sehr abwechslungsreich – es gab keine Woche wie die vorherige. Es hat sich also in meinem Fall der Stereotyp der „Praktikantenaufgaben“ nicht bewahrheitet. Zugleich spürte ich aber auch große Unterstützung des Teams bei einzelnen Aufgaben und beim Beantworten aller meiner Fragen. Im Konkreten durfte ich das Büro bei Recherchen über aktuelle Gesetzentwürfe oder zu Themen wie Kreislaufwirtschaft und Wasserstoff unterstützen. Ein großer Teil meiner Arbeit bestand auch in der Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere auf den sozialen Netzwerken. So konnte ich zum Beispiel die „Digitale Berlinfahrt“, die aus mehreren kürzeren auf Instagram veröffentlichten Videos bestand, mitgestalten. Ob es um die Zeitplanung, das Drehen, Schneiden oder Bearbeiten ging, bei allem durfte ich dabei sein, mitmachen und auf Augenhöhe mitreden. 

Ein wichtiger Teil des Praktikums war neben der Arbeit im Abgeordnetenbüro auch das Kennenlernen der parlamentarischen Arbeit. So durfte ich regelmäßig an Sitzungen und öffentlichen Anhörungen des Ausschusses für Klimaschutz und Energie, in dem Fabian Mitglied ist, sowie auch an Plenarsitzungen teilnehmen. Auf diese Weise konnte ich den Deutschen Bundestag als ein sehr lebendiges und aktives Parlament erleben und nicht nur den Inhalt der Arbeit verfolgen, sondern auch die einzelnen Prozesse und das Geschehen beobachten, was ich besonders spannend fand. Die Plenar- oder Ausschusssitzungen von der Besuchertribüne zu beobachten war für mich eine ganz andere, viel lebendigere Erfahrung, als wenn ich Reden von Abgeordneten über das Internet verfolgt habe. Besonders schön fand ich, dass ich bei zwei von Fabians bisher drei Reden auf der Besuchertribüne dabei sein durfte. 

Ein wichtiger Bestandteil des IPS-Programms ist auch eine Reise in den Wahlkreis des Abgeordneten. Und auch hier habe ich mit großer Freude mitgemacht. Besonders schön fand ich, dass in meinem Fall das ganze Büro aus Berlin nach Baden-Württemberg gefahren ist und wir so gemeinsam den Wahlkreis erlebt haben. Auch wenn ich Deutschland mittlerweile schon ziemlich gut kennengelernt habe, habe ich mich gefreut auch diese (sehr schöne!) Ecke Deutschlands kennengelernt zu haben. Lars, der Wahlkreismitarbeiter, hat für uns ein sehr schönes und abwechslungsreiches Programm vorbereitet, indem wir die Region durch zahlreiche Treffen und Gespräche mit Menschen vor Ort und Unternehmensbesuchen erkunden durften. So wurde mein Bild von Deutschland ein Stück breiter und bunter und ich konnte vieles, worüber ich in Berlin gelesen habe, sehen und erleben.

Während des Praktikums durfte ich viel erleben, sehen, kennenlernen, erfahren und machen, dabei aber auch neue Fähigkeiten in mir entdecken und sie entfalten. Ich werde mich immer gern daran erinnern, mit welcher Selbstverständlichkeit und Herzlichkeit ich ins Team eingebunden wurde. Ich habe große Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Respekt unter den Mitarbeitern erlebt. Ich war positiv überrascht wie sorgfältig einzelne Aufgaben von den Mitarbeitern erledigt werden und wieviel Mühe, Zeit und Kraft sie in ihre Arbeit stecken, wobei sie sich immer bemüht haben konstruktiv und effektiv zu bleiben. Alles in allem kann ich sagen, dass das Praktikum eines meiner abwechslungsreichsten Erfahrungen war, in denen keine Woche wie die vorige aussah. Ich bin sehr dankbar für die Zeit des Praktikums und dafür, wie sie dank Fabian und allen Mitarbeitern, also Jonas, Julia, Yana, Dominic und Lars, verlief. Ich kann sowohl das IPS-Programm im Allgemeinen, wie auch ein Praktikum beim Team Gramling sehr empfehlen!

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